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Sa. 22.09.2018 18:30 - 19:30

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Sa. 06.10.2018 19:30 - 20:30

Warnemünde-Cup 2018 "für Fortgeschrittene only"

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Letztes Wochenende (08. - 10. Juni 2018) reisten die Isarhaie Moosburg erstmalig an die Ostsee zu einem Handballturnier in nach Warnemünde. Der AH Mannschaft der SGM Handball gelang zwar der Vorrundensieg, doch verloren Sie beim 7m werfen leider das Spiel, für den Einzug ins Halbfinale.

Hier ein ausführlicher Artikel von SGM Handball AH-Reporter "Stefan Betz" der selber auch dabei war.

 

Die Anreise - Privatjet ?! wink und würdiger Empfang

Auftakt Freitag noch vor Sonnenaufgang, begleitet von der munteren Singvogel-Unterhaltung der einheimischen "Uhu-Taube", erkennbar an deren unverkennbarem "U-Gru". Keine Sorge, es wird keine Thema-Verfehlung und auch kein Ornithologie-Grundkurs, aber ein gewisser Harald R. packt morgens um 5:00 Uhr die Story vom "Fake-Uhu" aus - da kommen schon mal erste Zweifel an der Flugtauglichkeit auf.

s_360_360_16777215_00_images_newsbilder_AH_warnemunde2018_bild02a.jpgErgänzt um eine verzweifelte Wortmeldung vom Chef-Elektriker Felix: "ich find meinen Ausweis nimma" - spätestens jetzt war die gesamte Ostsee-Delegation wach! Beide Akteure machten an diesem Wochenende noch mehrfach auf sich aufmerksam, dazu später mehr.

Einer logistischen Meisterleistung des gesamten Teams is es zu verdanken dass ALLE Athleten letztlich am FJS-Airport angekommen und pünktlich abgehoben sind. Danke an Familie Klein für das bereitgestellte Sammelfahrzeug, an Familie Welter für Shuttle ab und nach Freising inkl. frischem Laugengebäck und natürlich an Petra für den Fahrdienst zu früher Morgenstund mit Freudentränen in den Augen.

Ca. 1:30 Std später und 770km weiter nördlich dann würdiger Empfang der bayrischen Athleten durch SV Warnemünde Turnier-Manager Godo und seine Crew. Kleine Sightseeingtour durch Rostock mit anschließendem Orientierungsmarsch entlang des Ostseestrandes in Warnemünde. Lokale Bierprobe hinter der Düne, Akklimatisierung und Wassertreten an der Ostseeküste. Anschließend Quartierbezug im Schiffscontainer, einer wirklich tollen Residenz für zwei Nächte in besonderem Flair. Zwei Vierer-Einheiten nebeneinander, Tischfußball in der Lobby und eine Hotelbar - alles bestens! Hotelbeschreibung und Empfehlung auf Anfrage.

 

Letztes Training - nur der Tod entschuldigt

Treffpunkt um 18:00 Uhr zum Abschlusstraining in Rostock-Lichtenhagen, lockerer Hallenkick bei gefühlter Raumtemperatur von 42Grad plus. Die stehende Hitze drückte Libero Felix unkontrolliert zu Boden, in Folge eine ernst zu nehmende Verletzung bei der Moosburger Torwart-Nomminierung.

Rechte Hand großflächig getapt, sonstige Schürfwunden am Abend mit Schockbier therapiert; den Gastgebern musste bereits zu diesem Zeitpunkt klar gewesen sein dass hier nur voller Einsatz und Siegeswille zählt und die getapte Hand am nächsten Tag wie ein Fanghandschuh beim Baseball funktionieren wird. Für den restlichen Abend wurde ein Verletzungs-Verbot verhängt.

 

In der Ferne - Abendbrot im Abendrot

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Nach erfolgreichem und teils schmerzhaftem Abschlusstraining und Qualifizierung für die Startaufstellung dann Vorbereitung auf den ersten Abend fern der Heimat.

Die Feierabend-Gastronomie war anfänglich gut, lies aber zunehmend im Service zu wünschen übrig. 6 Bajuwaren und zwei Migranten waren für die asiatisch-nordostdeutsch nuschelnde Tellertaxlerin wohl einfach zu schwer zu verstehen. Essen überwiegend fischig aber gut, Getränke naja.

Zum Ausklang kurz vor Mitternacht dann noch ein kleines Kickerturnier in der Container-Hotel-Lobby, dann Licht aus, Lüftung aus und Schichtwechsel in der Werft - Aktivierung der Schweissroboter mit Ansaug-Luftzufuhr sowie Einstellen der Fanfaren stand für die Nachtschicht auf dem Plan bis am Morgen die Möwen (definitiv kein Uhu und auch keine Taube) den Tag begrüßten.

Erfolgreiche U-Boot-Simulation unter extremen Bedingungen, schwankende Schlafplätze übereinander und von herabfallenden Sauerstoffmasken bei Druckabfall keine Spur - alles vergessen nach der Morgendusche und Blick über das Dock auf die 325Meter langen Kreuzschiffe vor der Tür.

 

Das Turnier - Es lebe der Sport

Turnbeutel gepackt, „kurzes“ Nahverkehrs-Studium der Rostocker Verkehrsbetriebe inkl. einer nervenaufreibenden, an Spannung nicht zu überbietenden Abenteuer Story über das Lösen eines Kurzstrecken-Gruppen-Tickets bei einfahrendem Zug und verzweifelten Mitreisenden sorgten für zusätzlichen Adrenalinschub am Morgen. Die Spielstätte war mit einer süddeutschen Mehrzweckhalle nicht zu vergleichen: Kabinen wie Zellen, verkürzte Spielfelder auf Holzboden, Belüftung fehlt und nur "non-bajuwarische Konversation" vor Ort - da Wahnsinn!

Der Turniermodus dann die nächste Herausforderung: 13 Mannschaften, in vier Gruppen. Zunächst also zwei Platzierungs-Gruppenspiele: wer erwartet hätte dass sich die Isarhaie bereits hier die Zähne ausbeißen an den teils mit Handball-Hochkarätern vergangener Tage besetzter Gegner hat zu mutlos gewettet! Ein glänzend aufgelegter Präsident Voggenreiter bombte die Favoriten aus Schwedt gleich im ersten Spiel weg - ok, vielleicht etwas über-euphorisch formuliert aber nach 15 Minuten ging Moosburg mit 6:5 als Gewinner vom Parkett. Besonders erwähnenswert der Treffer von Flügelflitzer Riess: Pirouette und Rückhandschlenzer aus der Drehung hinten rum raus ins Tor! Szenenapplaus und standing Ovations für diesen Trickwurf der besonderen Art.

Spiel 2 gegen die befreundeten Gastgeber aus Warnemünde, mit viel Engagement, schönem Kombinationshandball und einem stets richtig stehendem Felix (the Catcher) zwischen den Posten sowie etwas wacheren und treffsicheren Stefan ebenfalls gewonnen. Folge: Vorrundensieger Gruppe D! Qualifikation Championsleague!! Hier dann gegen Neustrehlitz. Mit Sieg wäre es der Einzug ins Halbfinale, quasi final 4!!! Ärgerlich dass dieses Spiel trotz zwischenzeitlicher Führung im allesentscheidenden 7Meter werfen GEGEN die neuen Geheimfavoriten aus Bayern entschieden wurde. Die Luft war jetzt ein bisschen raus (aus der Halle) und die Platzierungsspiele um Plätze 5-8 hatten sportlich nicht mehr den höchsten Stellenwert. Fokussierung auf verletzungsfreies Durchhalten für weitere 2 Spiele was nicht zu 100% gelang und ein erneutes 7Meter werfen im letzten Spiel ergaben unterm Strich einen ACHTungsvollen 8. Platz von insgesamt 13 Mannschaften. Und das, obwohl in der regulären Spielzeit lediglich das vierte Spiel (im Anschluss an die Mittagspause) knapp verloren ging.

Kompliment an die Truppe, die nur mit einem 8-Mann-Kader (also nur mit einer Wechseloption) angetreten war und tapfer bis zum Schluss durchhielt.

 

Die Nachspielzeit - Let's Dance

Nach kurzem Refresh im Container aufgebrezelt zur After-Turnier-Party mit Abendessen und Tanz. Präsident Voggenreiter mit vollster Tanzkarte und Bestnoten auf dem Dancefloor, bis auf Hebefigur alles fehlerfrei und absolut im Takt. Flankiert von Luftgitarren-Harry, der dem Genossen Schwartz mit übermotiviertem Stage-Dive in den vollendeten Spagat (der zunächst nur mit 80% angetäuscht war) „half“ oder vielmehr zwang... die tanzbegeisterten Damen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern konnten die nächste Damenwahl-Runde kaum erwarten und der DJ musste sich alle Mühe geben, den südlichen Beats und Musikwünschen von Nicki bis Gabalier und Co. gerecht zu werden. Textsichere Bayern wurden frenetisch gefeiert und bestaunt wie sie nur diese in Rostock schwer verständliche und ausländische Musik mitsingen konnten.

Wenig zu singen und frohlocken hatte die Truppe dann des Nächtens auf dem Nachhauseweg. Der Taxi Beförderungsboykott für bayrische Gäste hält vermutlich bis heute an, zumindest wollte die Truppe niemand in ganz Rostock und Umgebung chauffieren. Der nächtliche Orientierungsmarsch durch Stadtteile wie Groß-Klein (heißt wirklich so!) hat zum ausnüchtern, ausdampfen und Kalorienverbrauch beigetragen. Feierabend, Nachtruhe.

 

Badehose statt Lederhose - Sail away

Sonntag dann Aufbruch und Check out im Container, schnell noch die Badehose eingepackt und ab aufs Schiff!! Local Hero Godo vom SV Warnemünde hat seine Beziehungen spielen lassen und der Crew aus Moosburg einen Segelturn der Extraklasse beschert.

s_360_360_16777215_00_images_newsbilder_AH_warnemunde2018_bild03.jpgDie Mannschaft heuerte auf einem Zweimaster an und verließ zusammen mit Schiffskapitän Jan und den beiden Smutjes Godo und Roger das Festland in Richtung Ostsee. Steuermann Roland zirkelte die Yacht gekonnt durch die Bojen vorbei an Kreuzschiffen, Fähren, Powerbooten und Fischernetzen hinaus auf hohe See.

Nach circa 2 Stunden dann Ankern vor der Steilküste bei schönstem Wetter mit Kombüsencheck: köstliche Fischbrötchen für die Landratten. Zuvor mussten sich Teile der Mannschaft noch ihr Seepferdchen verdienen oder aufgrund schwacher Leistung über die Planke gehen. Ab ins 3 Grad kalte Wasser und einmal ums Boot schwimmen - sehr erfrischend. Ein Querverweis auf die Nachricht über einen gestrandeten Buckelwal an der Ostseeküste wird hier ausdrücklich NICHT hergestellt!

Nachmittags lief das Schiff mit den Handballern an Bord dann wieder den sicheren Hafen von Warnemünde an, während sich auf dem Festland nach subtropischem Klima ein kleines Wärmegewitter zusammen braute.

Gegen 16:00 Uhr lief die Mannschaft bei Wolkenbruch zurück ins Quartier, trocknete und stärkte sich noch mal bevor es vom Wasser in die Luft ging. Heimflug ab Rostock-Laage, Boarding für 18:15 vorgesehen und dann ab nach MUC.

 

Cancelled - Wolfi, bitte kommen!

Der Flughafen Rostock-Laage wird überwiegend von Citylinern und Militärflugzeugen angeflogen. Und das besser nicht zu oft damit’s nicht zu stressig wird fürs Bodenpersonal. Trotz allem gibt es eine Direktverbindung nach München und die Hinreise war fehlerfrei. Felix hat sogar als Einzigster eine eigene Reisebegleiterin bekommen mit der er sein Welter‘sches Laugengebäck und circa 4 Teller Buchstabensuppe teilte. Derart verwöhnt und erwartungsfroh traten die 8 Moosburger beim Schalter vor, wo sie völlig überraschend von einer Flugannulierung erfuhren!

s_260_260_16777215_00_images_newsbilder_AH_warnemunde2018_bild05.jpgNun war guter Rat teuer: Umbuchung auf anderen Flug später bzw Montag früh nicht möglich weil überbucht. Bahnverbindung nur indirekt, mehrfaches Umsteigen, keine Sitzplatzgarantie etc also auch keine Option. Mietwagen in ganz Rostock und Umgebung nicht verfügbar. Einzigste Lösung: auf einen Reisebus warten der die gestrandeten Fluggäste nach Berlin bringt und dort in Flughafen-nahen Hotels eine Notunterkunft für eine Nacht beziehen.

Ankunft 23:00 Uhr in Berlin. Lauwarmes Bus-Bier war kein Trost und das Nudelgericht im Hotel zu später Stunde nur a Mongdratzerl. (für Alex: Appetithappen) Frühestmöglicher Flug nach MUC dann Montag um 09:50 Uhr. Anmerkung der Redaktion: „Berlin, Berlin, da will wirklich keiner hin“. Und der neue alte Flughafen ist auch noch nicht ganz fertig.

Landung in München dann gegen 11:00 Uhr, wo Frau Welter die erschöpften Handballer in Empfang genommen und nach Hause bzw. zur Arbeit gebracht hat.

 

Fazit - Ein voller Erfolg

Ein erfolgreicher 34. Warnemünde-Cup mit erstmalig bayerischer Beteiligung war durchweg ein voller Erfolg und das Rahmenprogramm mit Segelturn war erstklassig. Die Mannschaft aus Moosburg "Jürgen, Roland, Harry, Enno, Felix, Andi, Alex und Stefan" bedankt sich für die Einladung und das gelungene Wochenende bei den Freunden in Warnemünde und ganz besonders bei allen die zuhause die Stellung gehalten haben insbesondere aufgrund verspäteter Heimkehr und Umwege.

 

Impressionen - Warnemünde Cup 2018

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